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Wattmessung beim Laufen - über STRYD

Wattmessung kennen die meisten sicherlich vom Radsport. Beim Laufen stehen der Pace (Geschwindigkeit) und die HF (Herzfrequenz) bislang im Vordergrund. Eine Leistungsmessung beim Laufen über die Wattanzahl ist den meisten sicherlich unbekannt.


Da ich mich auch auf dem technischen Fortschritt immer weiter informiere, bin ich bei diesem Thema auf den Wattmesser von STRYD gestoßen. Manche sprechen hier auch von einem Footpod. Dieser Footpod misst nicht nur sämtliche Bewegungen des Fußes, sondern bei dem neuesten Modell wird angeblich sogar die Windbeeinträchtigung mit ausgewertet.

Der Footpod wird einfach an den Schuh über die Schnürsenkel angebracht.


Das Einrichten und Verbinden über meine Garmin Fenix5 ging problemlos. Sobald der Footpod mit der Uhr verbunden wurde konnte es auch schon losgehen.


Mein Eindruck nach dem ersten Testlauf über 10 km:

Auf normaler Strecke und bei gemäßigtem Tempo zeigte die Wattzahl nur geringe Veränderungen an. Als ich dann ins Gelände (unebene Wiese) gegangen bin, war die Wattzahl auch bei gleichbleibendem Tempo immer noch fast die Gleiche.

Erst als ich verschiedene Laufstiele (Vorder-, Mittel- und Fersenlauf) getestet habe hat sich die Wattzahl verändert.

Bei verschiedenen Geschwindigkeiten (ruhiger Dauerlauf bis hin zum Sprint) gab es dann die größten Unterscheidungen bei der Wattzahl.

Auch bei leichten Ansteigungen reagierte die Wattzahl entsprechend.

Als letztes habe ich noch meine Schrittfrequenz (von niedrig bis hoch) verändert und auch hier zeigte der Footpod die Veränderungen entsprechend auf.


Fazit:

+ die Veränderungen der Wattzahl wurden sehr schnell aufgenommen und über meine Laufuhr angezeigt

+ die unterschiedlichen Belastungen (Geschwindigkeiten, Schrittzahl, Laufart) wurden gut erkannt bzw. in Watt angezeigt

+ neue Trainingserfahrung, da man Trainingseinheiten auch mal nur nach Wattzahl ausrichten kann

- die unterschiedlichen Gelände wurden nicht bzw. nur sehr gering erkannt


Ich gehe davon aus, dass die Wattmessung auch beim Laufen in Zukunft immer mehr im Vordergrund stehen wird. Bisher war der Pace bzw. die HF in erster Linie von Interesse, allerdings ist die aufgebrachte Leistung für die jeweilige Geschwindigkeit ist aus meiner Sicht sinnvoller. Somit kann man von ökonomischem Laufen sprechen.

Ich selbst gehe allerdings beim Lauftraining mehr auf die Rückmeldungen meiner Kunden (über Atmung, Gesichtsausdruck...) ein und entscheide eher aus dem individuellem Trainingsplan bzw. aus der jeweiligen Trainingssituation, wie das Training gestaltet wird.


Wer allerdings auf technische Neuheiten Wert legt, für den ist der STRYD Footpod eine sinnvolle Ergänzung für das Training.


STRYD Footpod

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